• LPG Technik

    von  • 3. Februar 2012 • Autogas - LPG • 0 Kommentare

    Technische Eigenschaften von LPG-Fahrzeugen und LPG-Motoren.
    Betankungstechnik für LPG Tanks:
    Es gibt ca. 3 offiziell anerkannte Betankungstechniken. Dies hat zur Konsequenz, das in manchen Ländern Adapterstücke zum tanken eingesetzt werden müssen. Dies ist besonders beim Urlaub im Ausland mit LPG-Fahrzeugen wichtig!

    Betankungstechnik LPG: Anschlüsse: 
    Euronozzle Soll die anderen Anschlüsse ablösen und zum Standard werden.
    Dish-Anschluß Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, (in bestimmten Orten auch: Österreich und Schweiz), Polen, Portugal, Tschechien und andere
    Bajonett-Anschluß Großbritannien, Niederlande, Spanien, Norwegen
    ACME-Anschluß Belgien, Deutschland, Irland, Luxemburg, USA, Kanada, Australien (in bestimmten Orten auch: Österreich und Schweiz)

    LPG Gasanlagen Technik:

    Auf LPG umgerüstete Kraftfahrzeuge werden meist mit Benzin gestartet bis der Motor und das Kühlwasser sich erwärmt haben. Im Anschluss wird auf den LPG-Antrieb umgestellt, entweder automatisch oder per Knopf. Dieses umschalten findet, bei den meisten Fahrzeugen, bei einer Kühlwasser Temperatur von 30 Grad statt. Damit wird gewährleistet, dass durch die entstehende Kälte durch das einströmende Gas einige Motorbauteile und Ventile bei minus Temperaturen nicht gefrieren. Das Kühlwasser wird bei LPG-Anlagen dementsprechend nicht nur als Kühlmittel verwendet, sondern auch zusätzlich zum wärmen der Bauteile der LPG-Anlage und des Motors.
    Bei LPG-Fahrzeugen wird zwischen drei verschiedenen Anlagentypen unterschieden, dass sind sequenzielle Anlagen, Venturi-Anlage und LPI-Anlagen.

    Zunächst ein einige Informationen zu den sequenziellen Anlagen:

    Die Teilsequenzielle Anlage:
    Bei den Teilseqeunziellen Anlagen wird das Gas durch einen sternförmigen Verteiler in die Ansaugstutzen der Zylinder geblasen. Diese Abfolge wird durch eine elektronisch eingestelltes Dosierventil gesteuert. Bei dieser LPG-Technik kommt es zu keiner Querschnittverengung im Ansaugtrakt und somit nimmt die Motorleistung auch nicht ab, es kann sogar sein, dass diese leicht erhöht ist. Die Teilsequnzielle-Anlage verfügt über einen eigenen programmierten Kennfeldgeber, dadurch können auch alte PKWs umgebaut werden. Es wird maximal die Abgasnorm 3 erreicht.

    Vollsequenzielle-Anlagen:

    Vollsequenzielle-Anlagen sind auf dem neusten technischen Stand. Im Gegensatz zu den Teilsequnziellen-Anlagen verfügt jeder Zylinder über ein eigenes Dosierventil, welches separat gesteuert wird. Bei diesen Anlagen gibt es keinen programmierten Kennfeldgeber, sondern es kommt als Steuerungseinheit der Bordcomputer, moderner Autos, zum Einsatz. Dies erleichtert bei dem Umbau die Einstellung der LPG-Anlage, setzt aber eine bereits vorhandene sequenzielle oder gruppensequenzielle Benzineinspritzung voraus. Bei der Vollsequenzielle-Anlage wird die Abgasnorm 4 erreicht, dies muss aber durch eine Abgasbestätigung bestätigt werden (da es sonst beim deutschen TÜV zu Schwierigkeiten kommen wird und eine Abnahme in Gefahr ist). Des Weiteren muss man die Dichtheitsprüfung (VDTÜV 750) und den sachgemäßen Einbau beweisen.

    Venturi-Technik:

    Bei der Venturi-Technik kommt eine Venturi-Düse zum Einsatz. Die Venturi-Düse wurde nach ihrem Erfinder Giovanni Battista Venturi benannt, die Düse erschafft einen Differenzdruck durch eine Verengung, wodurch das Gas angesaugt wird. bei dieser LPG-Technik wird das LPG-Gas automatisch beigemischt und es ist keine Regelung notwendig. Bei aktuellen Venturi-Anlagen wird aber dennoch eine Regelung eingesetzt um die Gasbeimischung zu perfektionieren. Es wird die Lambdasonde der Fahrzeuges ausgewertet um die Gasbeimischung besser einzustellen. Durch die, von der Technik bedingten, Verengung des Ansaugquerschnitts fällt die Motorleistung nach unten leicht ab und der Verbrauch kann sich erhöhen. Die Venturi-Technik ist die älteste LPG-Technik aber gleichzeitig auch die billigste. Sie ist bis zur Abgasnorm Euro 2 geeignet.

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