• Autogas Technik

    von  • 2. Februar 2012 • Autogas - LPG • 0 Kommentare

    Technische Eigenschaften von Autogasfahrzeugen und Autogasmotoren.

    Auf Autogas umgerüstete PKW werden meist mit Benzin angelassen bis der Motor nicht mehr kalt ist. Im Anschluss wird auf den Autogasantrieb umgeschaltet, entweder automatisch oder von Hand. Dieses umschalten findet bei den meisten Fahrzeugen bei einer Kühlwasser Temperatur von 30 Grad Celsius statt. Damit wird gewährleistet, dass durch die entstehende Kälte durch das einströmende Gas verschiedene Motorbauteile und Ventile bei Kühler Wetterlage nicht gefrieren. Das Kühlwasser wird bei Autogasanlagen sozusagen nicht nur als Kühlmittel verwendet, sondern auch zusätzlich zum wärmen der Bauteile der Autogasanlage.
    Bei Autogasfahrzeugen wird zwischen 3 verschiedenen Techniken unterschieden, dass sind Venturi-Anlage, sequenzielle Anlagen und LPI-Anlagen.

    Zunächst ein paar Worte zu den sequenziellen Anlagen:

    Teilsequenzielle Anlagen:

    Bei Teilseqeunziellen Anlagen wird das Gas durch einen sternförmigen Verteiler in die Ansaugstutzen der Zylinder geblasen. Dieser Vorgang wird durch eine elektronisch gesteuertes Dosierventil gesteuert. Bei dieser Autogas Technik kommt es zu keiner Querschnittverengung im Ansaugtrakt und die Motorleistung nimmt dadurch nicht ab. Die Teilsequnzielle Anlage verfügt über einen eigenen programmierbaren Kennfeldgeber, dadurch können auch ältere Fahrzeuge umgerüstet werden. Es wird maximal die Abgasnorm 3 eingehalten.

    Vollsequenzielle Anlagen:

    Vollsequenzielle Anlagen sind auf dem aktuellen technischen Stand. Im Gegensatz zu Teilsequnziellen Anlagen verfügt jeder Zylinder über ein eigenes Dosierventil. Diese Anlagen nutzen keinen eigenen Kennfeldgeber sondern nutzen den Bordcomputer aktueller PKWs. Dies erleichtert bei der Umrüstung die Programmierung der Anlage, setzt aber eine bereits vorhandene sequenzielle oder gruppensequenzielle Benzineinspritzung voraus. Bei Vollsequenzielle Anlagen wird die Abgasnorm 4 erreicht, dies muss aber durch eine Abgasbestätigung belegt werden (da es sonst beim deutschen TÜV zu großen Schwierigkeiten kommen kann). Des Weiteren muss man die Dichtheitsprüfung (VDTÜV 750) und den sachgemäßen Einbau belegen können.

    Venturi-Technik:

    Bei der Venturi-Technik kommt eine Venturi-Düse zum Einsatz. Die Venturi-Düse wurde nach ihrem Erfinder Giovanni Battista Venturi benannt, die Düse erschafft einen Differenzdruck durch eine Verengung, wodurch das Gas angesaugt wird. Durch diese Technik ist keine Regelung notwendig und es wird automatisch Autogas beigemischt. Bei aktuellen Venturi-Anlagen wird aber dennoch eine Regelung eingesetzt um die Gasbeimischung zu optimieren. Dafür wird die Lambdasonde der Fahrzeuges ausgewertet. Durch die, von der Technik bedingten, Verengung des Ansaugquerschnitts fällt die Motorleistung leicht ab und der Verbrauch erhöht sich. Die Venturi-Technik ist die älteste Autogas Technik und gleichzeitig auch die billigste. Sie ist bis zur Abgasnorm Euro 2 geeignet.

    Betankungstechnik:

    Es gibt ungefähr drei Betankungstechniken, welche sich durchgesetzt haben. Dies bedeutet, dass in einigen Ländern Adapterstücke zum tanken notwendig sind.

    • Euronozzle: Soll der anerkannte Standard werden und alle anderen Anschlüsse ablösen
    • Dish-Anschluss: Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, (teilweise: Österreich und Schweiz), Polen, Portugal, Tschechien und weitere
    • Bajonett-Anschluss: Großbritannien, Niederlande, Spanien, Norwegen
    • ACME-Anschluss: Belgien, Deutschland, Irland, Luxemburg, USA, Kanada, Australien (teilweise: Österreich und Schweiz)

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